LCoS-Beamer: Funktion, Vorteile und Nachteile

Die Abkürzung LCoS steht für „Liquid Crystal on Silicon“ und ist der Name für eine Technologie, welche zur Bilderzeugung in den Projektoren besondere Panels einsetzt. Die Geräte funktionieren ähnlich wie auch LCD-Technik, arbeiten jedoch reflektiver. Dies hat den erheblichen Vorteil, dass sich die Leiterbahnen für die Ansteuerung hinter einer reflektierenden Schicht befinden können. Dadurch wird ein höherer „Füllgrad“ des gezeigten Bildes erreicht und auch das gezeigte Bildraster wird weniger stark sichtbar.

Das LCD ist eine Übertragende und das DLP eine reflektierende Technologie. Das LCoS ist in simplen Worten eine Kombination aus diesen beiden Verfahren. Dieses sind der LCD Panel auf einem besonderen Spiegel. Die Zahl der Pixel ist bei diesem Verfahren weniger eingeschränkt als beiden bekannten LCD- oder DLP-Technologien, da die Elektronik unter einem Pixel, statt benachbart, deponiert werden können.

Die hohe Pixeldichte bedeutet hierbei auch automatisch eine höhere Auflösung. So beginnen in der Tat, die meisten der aktuellen LCoS-Beamer mit der SXGA Auflösung. Zudem bedeutet eine hohe Pixeldichte auch kein Flackern des Bildes, kein „Fliegengitter-Effekt“, eine höhere Bildqualität auf den bewegten Bildern sowie keine „Regenbogen“. Aus dem Grund sagen viele Nutzer, dass LCoS das deutlichste Bild wiedergibt.

An zusätzlichem Einfluss gewinnt die LCoS-Technik nun auch bei den aktuellen 3D-Projektoren, weil hier eine sehr schnelle Schaltung der LCoS-Panels von besonderem Vorteil ist.

Welche Vorteile hat ein LCoS-Beamer?

LCoS-Beamer bieten vor allem eine kompaktere Bauweise sowie eine verbesserte Darstellung aller Bildpunkte. So tritt hierbei auch kein störender Fliegengitter-Effekt auf. Das Kontrastverhältnis ist bei den gezeigten Bildern sehr hoch.

Bedeutende Hersteller wie JVC, Epson, Sony oder Mitsubishi möchten in nächster Zeit neue Beamer dieser Art herausbringen. Diese Technik wird jedoch bei allen eine unterschiedliche Bezeichnung tragen.

Bei einem LCD-Beamer werden die Kristalle durchleuchtet. Bei dem LCos befinden diese sich im Unterschied hierzu vor einem Spiegel. Damit ist die Optik hier der eines DLP-Beamers besonders ähnlich.

Bei den DLP-Projektoren wird allerdings das Licht über unterschiedliche Spiegel weitergeleitet. Im Vergleich dazu wird bei einem LCoS Beamer der Flüssigkristall dafür verendet. Wie die DLP-Projektoren wird das vollkommene Licht weitergeleitet, wodurch auch kein Helligkeitsverlust auftritt. Die gezeigten Bildpunkte können bei der Technik optimaler dargestellt werden, dass nicht wie bei den LCD-Projektoren, ein störender Fliegengitter-Effekt entsteht.

Bei einem Beamermit der LCoS-Technik tritt zudem kein Regenbogeneffekt auf. In einem Heimkino gängige DLP-Beamer arbeiten stets mit einem Farbrad. Die Zuschauer stören sich hier vor allem an dem Regenbogeneffekt, welcher auch bei Modellen mit schneller drehenden Farbrädern prinzipiell noch auftreten kann. Mit einem solchen Beamer kann dies nicht passieren.

Ein LCoS-Beamer bietet höchste Auflösungen. Diese Full HD-Optik ist bei LCoS-Beamern eine wahre Selbstverständlichkeit. Auch hohe Auflösungen sind hier grundsätzlich kein Problem. Für die professionellen Anwendungen werden zudem LCoS-Beamer mit Auflösungen erheblich über dem Full-HD-Niveau verkauft.

Ein solcher Beamer zeugt gute Farben. Hierbei sind die Farben ähnlich wie bei den LCD-Beamern, satt und auch natürlich.

Die LCoS-Beamer zeigen ein natürliches Bild. Die einzelnen Bildpunkte sind nur vereinzelt auszumachen. Aus der Nähe kann der Betrachter keine wirkliche eine scharfe Trennung zwischen den einzelnen Pixeln erkennen.

Welche Nachteile hat ein LCoS-Beamer?

Ein Beamer mit LCoS-Technik hat jedoch auch einige Nachteile. Die Beamer sind zunächst recht teuer. LCoS-Beamer fangen vernehmlich über Tausend Euro eigentlich erst an. Auch in den vergangenen Jahren konnten spezifische Schwächen bei der LCD- und DLP-Technik deutlich gebessert werden.

Somit ist LCoS ganz eindeutig etwas für die wahren Heimkino-Enthusiasten mit einem guten Auge für die feinen Details.

Die Lebensdauer dieser Beamer beträgt durchschnittlich 3.000 Stunden. Dies ist ein häufiger Richtwert bei der Lampenlebensdauer. Dies ist nicht schlecht, aber lange nicht gut genug, um nicht auch einen besseren Blick auf die Kosten für die Lampen des Beamers zu werfen. Zudem ist LCoS eine ziemlich neue Technologie.

Einige der Beamer stehen jedoch in der Kritik, schnell an ihrer Helligkeit zu verlieren. Wer davor Angst hat, dass alle Panels nach einigen Jahren erlahmen, sollte hierbei dringend in eine gute Garantie investieren.

Diese Beamer sind recht schwer. Bei einem Heimkinobeamer mit dieser LCoS-Technik sind wahre Schwergewichte. Hier sind 10 bis 20 kg üblich. Dies sollte bei der Installation unbedingt berücksichtigt werden.

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  • Handschuhe XEED. Helligkeit des Beamer: 6500 ANSI Lumen
  • Projektion-Technologie: LCoS
  • Native Auflösung des Projektors: WUXGA (1920 x 1200). Lebensdauer der Lampe: 3000 h
  • Leistung der Lampe: 300 W

Zusammenfassung und Fazit

Die LCoS-Beamer bieten das beste nur mögliche Bild und kosten daher auch am meisten. Diese Beamer sind nur für die Kinofans mit einem guten Blick für Details sinnvoll. Die Geräte verlangen letztlich auch ein gut abgedunkeltes Kino zuhause mit einer vernunftbegabten Leinwand. Ansonsten kommen viele Vorteile, etwa der hohe Kontrast hierbei nicht zur Geltung.

Stand: 6.08.2020 um 14:49 Uhr / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API